Russische Propagandasendung für schicke Frauen

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Dass in Russland ein großer Prozentsatz der Jüngeren und zumal der Frauen den Ukrainekrieg zu ignorieren versucht, erscheint heute, da sein Ende nicht abzusehen ist, den Propagandaprofis als korrekturbedürftig. Um das schöne Geschlecht, wie man es in Cafés und Nagelstudios antrifft, auf den Weg des tätigen oder wenigstens bekennenden Patriotismus zu führen, erfanden na­mentlich nicht bekannte Strategen ein Youtube-Ge­sprächs­format nach dem Vorbild der Talksendung „Freundinnen“ (Podrugi), deren Erörterungen von Sex- und Beziehungsthemen millionenfach angeschaut wurden.

Bei der Ende Mai lancierten Sendung „Z-Freundinnen“ (Podrugi zet) trafen sich die kremltreue Kriegsreporterin Anastassija Kaschewarowa, die Beraterin des Duma-Vorsitzenden Wolodin war, die Produzentin der Propagandafilmserie „Mobilisierung“ Jekaterina Agranowitsch und Uljana Strisch, die sich als freiwillige Aktivistin vorstellt, die humanitäre Hilfe an die Front bringt. Agranowitsch trug ein T-Shirt mit dem Porträt des bei einem Sprengstoffanschlag getöteten Kriegs­pro­pa­gan­disten Wladlen Tatarski, den sie zum Mentor des Projekts erklärte. Tatarski habe gesagt, dass für die militärische Spezialoperation, wie der Krieg offiziell heißt, die Unterstützung starker, junger, schöner Frauen wichtig sei, so Agranowitsch. Nichts motiviere Männer so sehr zum Kampf wie sie.



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