Zahl der Geburten in Deutschland stark eingebrochen

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Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr stark eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, kamen 2022 rund sieben Prozent weniger Kinder zur Welt als im Jahr zuvor. Gezählt wurden 738.819 Neugeborene, das waren 56.673 weniger als 2021 (795.492 Neugeborene). Das Jahr 2021 war das geburtenreichste seit 1997. Die niedrigste Geburtenzahl seit 1946 war 2011 mit 663.000 Neugeborenen registriert worden.

Ohne Zu­wan­derung würde die Bevölkerung Deutschlands, die zuletzt auf 84,4 Millionen Einwohner gestiegen ist, schrumpfen. Damit sie zumindest nicht sinkt, müssten rein rechnerisch etwa 2,1 Kinder je Frau geboren werden. Die Geburtenziffer lag aber im vergangenen Jahr bei 1,46 und damit noch einmal acht Prozent unter der von 2021 (1,58).

Durchschnittliches Alter der Eltern kaum verändert

Mit 1,52 hatten die Frauen in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen die höchsten Geburtenziffern, am niedrigsten war die Geburtenhäufigkeit mit 1,25 bei den Frauen in Berlin. Wie die Statistiker weiter mitteilten, sank die Geburtenziffer in Westdeutschland im Vorjahresvergleich von 1,60 auf 1,48 Kinder je Frau, in den ostdeutschen Flächenländern von 1,54 auf 1,43 Kinder.


Das durchschnittliche Alter der Mütter und Väter hat sich zuletzt kaum verändert. Bei den Frauen war es 2022 mit 30,4 Jahren geringfügig niedriger als 2021 (30,5 Jahre), das Durchschnittsalter der Väter beim ersten Kind der Mutter blieb hingegen unverändert bei 33,3 Jahren. Unabhängig davon, ob es sich um das erste oder ein weiteres Kind handelte, waren Mütter im Jahr 2022 bei einer Geburt im Durchschnitt 31,7 Jahre und die Väter 34,7 Jahre alt.

Nach Angaben des Bundesamts ist auch die sogenannte Kinderlosenquote in Deutschland unverändert hoch: Sie lag demnach im Jahr 2022 bei 20 Prozent. Die Kinderlosenquote bezieht sich auf den Anteil der Frauen ohne leibliche Kinder an allen Frauen, die im jeweiligen Jahr im Alter zwischen 45 und 49 Jahren waren (Geburtsjahrgänge 1973 bis 1977). Mit 49 Jahren hat eine Frau das Ende des statistisch definierten gebärfähigen Alters erreicht. Die Kinderlosenquote am Ende des fertilen Alters in Deutschland ist seit 2012 damit nahezu konstant. In den drei Jahrzehnten zuvor war sie dagegen kontinuierlich gestiegen: von elf Prozent bei den Frauen, die in den Dreißigerjahren geboren wurden, auf 21 Prozent bei den Frauen, die Ende der Sechzigerjahre geboren wurden. Sie hat sich damit in dieser Zeit nahezu verdoppelt.



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